Anarchistisches Kennenlerntreffen: Parlamentswahlen – Ausdruck der Volkssouveränität oder Verschleierung unserer Ohnmacht?

Die Anarchistische Gruppe Dortmund lädt zur Diskussion und zum Kennenlernen ein!

An jedem der Nachmittage wollen wir über ein kontroverses Thema diskutieren, zu dem es einen kurzen Einführungsvortrag geben wird. Zu jedem Thema wird auf einen Text hingewiesen, der zur Vorbereitung auf die Diskussion gelesen werden kann (aber nicht muss!).

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Anarchistische Gruppe und andere anarchistische Projekte in Dortmund näher kennen zu lernen oder auch ganz allgemein über anarchistische Ideen zu diskutieren. – Kommt vorbei!

Die Treffen finden im Black Pigeon (Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund) statt.

Diesen Monat zum Thema:

Parlamentswahlen – Ausdruck der Volkssouveränität oder
Verschleierung unserer Ohnmacht? Text: Gegen die Illusion der Wahlen (AGDO) (Den Text findet ihr hier: http://agdo.blogsport.eu/2017/08/22/broschuere-gegen-die-illusion-der-wahlen-warum-wir-die-freiheit-nicht-mit-dem-stimmzettel-erreichen-koennen/)
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Broschüre: Gegen die Illusion der Wahlen – Warum wir die Freiheit nicht mit dem Stimmzettel erreichen können

anarchistische Gruppe Dortmund – http://agdo.blogsport.eu – agdo@riseup.net – im August 2017

Der Text ist ein Beitrag zu der Kampagne „Solidarische Perspektiven entwickeln – Jenseits von Wahlen und Populismus“ der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen.

Broschüre als PDF (40 Seiten)

Einleitung

Vor jeder Wahl liegen uns Politiker*innen, Journalist*innen und Lehrer*innen in den Ohren; sie preisen die Vorzüge der Demokratie und versuchen, uns mit Wahl-O-Maten und anderem pädagogischen Schnickschnack zu überzeugen, doch unbedingt von unserem demokratischen Recht Gebrauch zu machen und zur Wahl zu gehen. Wenn wir sagen, dass uns das alles nicht interessiert, werden sie moralisch und behaupten, dass wir uns nicht beschweren dürften, wenn wir nicht mitmachten. Zuweilen werfen sie uns sogar vor, wir persönlich seien durch unsere Wahlenthaltung schuld am Aufstieg der AfD, am Klimawandel, am Mangel an Kitaplätzen und was es sonst so an Problemen der Gegenwart gibt.

Diese Werbemaßnahmen und Vorwürfe nützen freilich wenig. Wir sind beileibe nicht die einzigen, die dem Wahlspektakel wenig abgewinnen können. Große Teile der Bevölkerung sind zu der Überzeugung gelangt, dass es im Grunde egal ist, wen sie wählen, weil „die da oben ja ohnehin machen, was sie wollen.“ Auch diejenigen, die noch zur Wahl gehen, tun das in der Regel nicht aus Begeisterung für eine bestimmte Partei, sondern um „das größere Übel“ zu verhindern oder einfach, um überhaupt etwas getan zu haben. Bei Umfragen darüber, welchen Berufsgruppen die Menschen am meisten vertrauen, belegen Politiker*innen seit Jahren regelmäßig den letzten Platz. Politikwissenschaftler*innen warnen besorgt von einer „Legitimationskrise der Demokratie“.

Offenbar wird das Märchen von der „Volkssouveränität“, also der Selbstbestimmung, die dem Volk in der Demokratie zukommen soll, immer weniger geglaubt; zumindest ahnen viele, dass Demokratie keineswegs bedeutet, dass sie in ihrem persönlichen Alltag „souverän“ sind, sprich selbst bestimmen können, wie sie leben möchten. Politische Wahlen sind im Grunde nur eine von vielen Scheinalternativen, zwischen denen wir uns ständig entscheiden sollen: CDU oder SPD, Saturn oder Media Markt, O 2 oder Vodafone, ein Jura- oder ein Soziologiestudium – Wahlmöglichkeiten, wohin man sieht, aber nirgendwo Freiheit.

Aber warum ist das eigentlich so?
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Kino: Sacco und Vanzetti

Peter Millers Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der beiden italienischen Migranten und Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die 1920 in den USA wegen Mordes angeklagt und – nach einem voreingenommen und fragwürdigen Prozess – am 23. August 1927 in Boston hingerichtet wurden. Ihr Leidensweg wurde zum Symbol für den bigotten und intoleranten Umgang mit Migranten und Dissidenten in Amerika. Millionen Menschen auf dem gesamten Globus protestierten seinerzeit für Ihre Sache, und heute, 90 Jahre später, wirkt ihre Geschichte immer noch nach – in Zeiten, in denen bürgerliche Freiheiten und Rechte von Migranten wieder unter Beschuss sind.
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Audio: Democracy or Freedom? CrimethInc. ex-Workers’ Collective

What’s the difference between democracy and anarchy? Today, the failings of the political system are obvious enough. But is the problem too little democracy, or too much?

From the Democratic People’s Republic of Korea to David Graeber and Noam Chomsky, nearly everyone claims to be democratic. In this provocative presentation, we will discuss what ties all these different understandings of democracy together and what sets anarchism apart. Reviewing how the movement of the squares, Occupy, Nuit Debout, and
other recent upheavals have been shaped by democratic rhetoric and practices, we will consider other ways to understand what we are doing together when we make decisions.

This discussion builds on a series exploring the anarchist critique of democracy, recently published by CrimethInc.

http://www.crimethinc.com/blog/2016/03/16/series-the-anarchist-critique-of-democracy/

http://crimethinc.com/texts/r/democracy/
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Audio: Vortrag zur Geschichte des Anarchismus in Dortmund

Die Aufnahme hat leider ein Rauschen im Hintergrund und bricht gegen Ende des Vortrags nach über 2 Stunden ab. Wir haben uns dennoch dazu entschieden den Beitrag online zu stellen, da wir ihn für sehr Wertvoll halten.

Andreas Müller (Geschichtswerkstadt Dortmund) geht in dem Vortrag in groben Zügen den anarchistischen Spuren der letzten hundert Jahre in unserer Stadt nach: ihr Einfluß unter den Bergarbeitern nach dem Sozialistengesetz und ihre „Propaganda der Tat“, ihre anarchosyndikalistischen Aktivitäten vor dem 1. Weltkrieg und dem Massenzulauf zu anarchistischen Gruppen am Anfang der Weimarer Republik – allein in der Freien Arbeiter Union waren in Dortmund etwa 20.000 Menschen organisiert. Auch ihre kulturellen Bestrebungen konnten sich sehen lassen: freie Sängerbünde, Kinder- und Jugendgruppen, Frauenbünde zur Organisierung der Hausfrauen, Sexualberatungsgruppen, sportliche Vereinigungen, sogar eine „Freie Schule“ existierte für kurze Zeit in Mengede. Doch nicht nur die Organisationen, die sich für ihre freiheitlichen Überzeugungen stark gemacht haben, sollen vorgestellt werden.
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Audio: Interview mit zwei Besetzer*innen der Hernerstraße 131 in Bochum

In dem Interview gehen zwei Besetzer*innen der Hernerstraße 131 in Bochum auf die Hintergründe und den aktuellen Stand der Aktion ein. Anmerkung zum Audio: In der Einleitung sagen wir das, dass Haus seit dem 20.5. besetzt ist, natürlich ist es bereits seit dem 19.5. besetzt!

Alle Audios von uns findet ihr unter: http://agdo.blogsport.eu/radio
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Alles Wissenswerte zum anarchistischen Parkfest am 29.4.

Nur noch kurze Zeit bis zum anarchistischen Parkfest am 29.4. von 12-22 Uhr im Blücherpark (an der Feldherrnstr., Dortmund Hafen). Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns auf einen wundervollen Tag mit hoffentlich gutem Wetter. In diesem Beitrag findet ihr eine Übersicht über alles Wissenswerte zum Fest.

Wenn du etwas auf dem Fest anbieten willst, egal ob einen Infotisch, nen Workshop, Musik oder was dir in den Sinn kommt schreib uns an: agdo@riseup.net


Karte vom Ort des Parkfest

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Zugtreffpunkt zur Revolutionären Vorabenddemo in Bochum & den Antifaschistischen Protesten am 1. Mai in Dortmund

Am 1. Mai wollen Neonazis in Dortmund-Germania aufmarschieren. Gegen den Aufmarsch wird es eine Demonstration in unmittelbarer Nähe geben. Bereits am Vorabend findet in Bochum eine Revolutionäre Vorabenddemo statt. Im folgenden Informationen zur gemeinsamen Anreise.


Am 30.04. Treffen wir uns um 18:00 Uhr am Hauptbahnhof (Nordausgang) zur gemeinsamen Anreise nach Bochum. Die Demonstration beginnt um 19:00 am Hauptbahnhof Bochum und dann ab in den anarchistischen Block.

Am 01.05. Treffen wir uns um 13:30 Uhr am S-Bahnhof Stadthaus zur Anreise nach Dortmund-Germania. Die Demonstration soll dort um 14:00 am Bahnhof beginnen.

Übersicht und Aufruf zum anarchistischen 1. Mai